Tamins
Rheinzusammenfluss beim Schloss Reichenau
Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein

Tamins

© Andrea Badrutt, Chur 

Rheinzusammenfluss beim Schloss Reichenau

© Andrea Badrutt, Chur 

Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein

© Andrea Badrutt, Chur 

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Tamins

Wer Tamins sagt, meint auch Reichenau am Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein. Schliesslich heisst auch die Station der Rhätischen Bahn, an der sich die Linien Richtung Mittelbünden und in die Surselva trennen, Reichenau-Tamins. Der Kunkelspass ist für viele Biker aus nah und fern ein absoluter Begriff. Top of Tamins ist die Ringelspitze mit 3247 m. Die Taminser teilen diesen Berg natürlich gern mit der Nachbargemeinde Trin und den Nachbarn im Kanton St. Gallen.

 

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Aktivitäten

Tamins UEbersicht

Die ausgesprochen sonnige Lage begünstigt die Wohnqualität in Reichenau und Tamins. Den Einwohnern wird eine gut ausgebaute Infrastruktur mit neuzeitlichen Schulanlagen geboten. Sie profitieren ebenso wie die Gäste vom sehr guten Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel. Ausserdem liegt Tamins an der Nord-Süd-Hauptverkehrsachse, der Autobahn A 13.

Tamins verfügt über ein einmaliges Naherholungsgebiet mit vielen Wander-, Forst- und Feldwegen und einer artenreichen Fauna und Flora. Das Gemeindegebiet weist eine beinahe unerschöpfliche Vielfalt von Naturschönheiten auf. Der einzigartige Taminser Eichwald, die angrenzenden Magerwiesen und Trockenstandorte sind von nationaler Bedeutung. Das Naturschutzgebiet Rattena ist geprägt von artenreichen Hecken, alten markanten Laubbäumen, Trockenmauern und Reptilienstandorten, Weihern und dem Valtonisbach. Die angrenzenden Waldgebiete weisen ebenfalls eine eindrückliche Artenvielfalt auf. Über 20 verschiedene Laubbaumarten sind hier anzutreffen, darunter auch einige «exotische» wie Flaumeiche und Kastanie. Alle diese Gebiete sind im Sonderwaldreservat Eichwald integriert. Ein attraktiver Naturlehrpfad bringt dem Besucher die Schönheiten und Zusammenhänge dieser einmaligen Landschaft näher.

Am Übergang zum «Taminser Himmel» besitzt die Gemeinde das Bergrestaurant «Überuf» auf dem Kunkelspass (1357 m). Hier stärken sich Wanderer und Biker zum Beispiel mit einheimischem Bergkäse, der auf «Überuf» und der Grossalp hergestellt wird. Und wer die Ringelspitze besteigen will, wählt als Ausgangspunkt die Ringelspitzhütte der SAC-Sektion Rätia.

 

Geschichte

Tamins Kirche

Gräberfunde lassen darauf schliessen, dass sich schon zur Eisenzeit (um 500 v. Chr.) Menschen hier aufgehalten haben. Auch die Römer waren hier, Grabfunde westlich des Dorfes und Münzenfunde auf dem Kunkelspass zeugen davon. Das Grab eines alemannischen Kriegers zeugt davon, dass auch nach dem Untergang des Römischen Reichs hier Menschen siedelten. Die erste urkundliche Erwähnung lässt sich im Jahre 1399 nachweisen.

1540 führte die Gemeinde die Reformation ein. Mehrmals wurde das Dorf von schweren Feuersbrünsten heimgesucht, so in den Jahren 1616, 1631 und 1799 beim Franzoseneinfall. Der letzte grosse Brand ereignete sich 1905.

Der Name Reichenaus geht auf den Namen des gleichnamigen Klosters am Bodensee zurück, das hier im frühen Mittelalter Herrschaftsrechte erwarb. Das Schloss Reichenau entstand wohl, als der Herrschaftssitz der Familie Schauenstein Anfang des 17. Jahrhunderts nach Reichenau verlegt wurde. Um 1755 wurden die Wirtschafts- und Wohngebäude unter Johann Anton Buol erweitert.
1793 zog Johann Baptista von Tscharners Erziehungsanstalt, das «Philanthropinum», ins Schloss Reichenau. Lehrer wie Johann Peter Nesemann und Johann Heinrich Zschokke machten aus der Schule, die bis 1798 bestand, eine angesehene Institution. Zeitweise war sogar Louis-Philippe I., der spätere französische König, unter dem Pseudonym Monsieur Chabos Lehrer im Schloss Reichenau. 1820 kam das Schloss wieder an die Familie von Planta, der es sein heutiges Aussehen verdankt. Besonders erwähnenswert sind der Speisesaal und ein kleiner Saal im Gartenflügel.

 

Besonderheiten

Tamins Weg Kunkelspass

Eine besondere Herausforderung für Biker ist der Kunkelspass hinüber ins schon zum Kanton St. Gallen gehörende Taminatal. Schmugglern, die in Chur und anderen Posten keinen Zoll entrichten wollten, diente er früher als Schleichweg, er war aber auch eine Ausweichroute, wenn der Rhein Hochwasser hatte oder die Brücken über ihn eingestürzt waren.

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